#OMASKLASSIKER: ZWETSCHGEN KNÖDEL

Zwetschgen Knödel

Zwetschgenliebelei und nostalgische Erinnerungen an die Kindheit

Bei uns gibt es gefühlt schon immer frische Fruchtknödel – ob mit Marillen, Kirschen oder Erdbeeren – die Knödel sind der Klassiker schlechthin in meiner Kindheit. Eine Frucht hat es jedoch erst in meiner Jugend in mein Herz geschafft – die Zwetschge und die dazugehörigen Zwetschgen Knödel.

Bei Oma gab es früher oft Zwetschgen Knödel. Sowohl Opa, als auch sie selbst mochten sie richtig gern. Deshalb verband ich die Topfenknödel mit Zwetschgen eeewig mit ihnen. Da Mama diese Art von Knödeln nie mochte, mochte ich sie als Kind natürlich auch nicht – logisch, oder? 😀

In meiner Jugend fing ich dann an zu backen und zu kochen – ließ mich bewusst auf Gemüse- und Obstsorten ein, die ich nicht kannte oder mochte. Und somit gab ich der Zwetschge auch noch eine Chance.

Heute zähle ich sie zu meinen Lieblingen. Denn man kann unglaublich viel mit der Steinfrucht machen. Sie schmeckt sowohl süß, als auch pikant zu Rinderfleisch, Ziegenkäse und Co. richtig lecker! Der Liebling bleibt dennoch – Topfenknödel mit frischen, saftigen Zwetschgen aus Omas Garten.

Reife Früchte treffen auf saisonale Traditionsküche

Zugegeben – ich bin wirklich froh drüber, ständig und zu (fast) jeder Jahreszeit frisches Obst und Gemüse zur Verfügung zu haben. Für mich gibt es freitags wirklich kaum was Besseres, als von Graz nachhause in Burgenland zu kommen und Obstbäume und Gemüsebeete zu inspizieren. Ich freu‘ mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich seh‘, dass neue Früchte reif sind, das Gemüse wächst und gedeiht, und die frühen Obstsorten im Sommer endlich bereit für Kuchen, Knödel und Co. werden.

Mit Kern oder ohne Kern – das ist hier die Frage!

Was ich wohl noch bei unserem Zwetschgen Knödel -Rezept anmerken sollte – wir stoßen den Kern nicht aus der Frucht, ein Stück Zucker kommt ebenso nicht als „süßes Zuckerl“ in die Mitte der Frucht. Ich weiß nicht warum, aber wir machen’s auch nicht bei den Marillen. Da wir die Bröselmischung karamellisieren lassen, reicht uns die Süße vollkommen – außerdem wird dadurch der Geschmack und die Süße der eigentlichen Zwetschge etwas verfälscht und das mag ich wirklich nicht so gern. Wir halten es hier wirklich sehr klassisch und simpel. Meine Uroma hat es damals schon so gemacht und Oma macht’s jetzt genauso. So, wie man’s eben von Zuhause kennt. 🙂

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Zwetschgen Knödel

Portionen 20 Knödel

Zutaten

  • 250 g Bröseltopfen
  • 250 g Speisetopfen
  • 2 Eier
  • 4 EL Zucker
  • 120 g Butter
  • 240 g Mehl
  • 1 EL Vanillepaste
  • 1 Prise Salz
  • 20 frische Zwetschgen mit Kern

Anleitungen

  1. Die zwei verschiedenen Topfensorten mit Salz, Vanillepaste und Zucker kurz vermengen. 

  2. Die Eier und das Mehl dazugeben und kräftig durchkneten. Die Butter nach und nach flöckchenweise in die Masse geben und solange kneten, bis sich ein glatter Teig gebildet hat. 

  3. Sobald der Teig nicht mehr an den Händen klebt, sprich nicht zu feucht ist, für etwa 15 Minuten ruhen lassen. Falls der Teig zu sehr kleben sollte, etwas Mehl dazugeben und erneut vermengen. 

  4. Währenddessen den weißen Film der Zwetschgen mit einem Küchentuch abrubbeln - falls nötig können die Zwetschgen auch mit lauwarmen Wasser gewaschen werden. Wer mag, kann die Zwetschge entkernen und den Hohlraum mit einem Stück Zucker ausfüllen. 

  5. Den Teig nun auf einer bemehlte Arbeitsfläche dünn ausrollen. Mit einem Messer kleine Quadrate schneiden und die Zwetschge darin einrollen. Den Teig etwas festdrücken, sodass sich der Topfteig nicht von der Frucht löst. 

  6. Die Knödel für etwa 10 Minuten kalt stellen. Heißes Wasser mit einer Prise Salz vorbereiten und die Knödel darin etwa 5-8 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. 

  7. Die Knödel sind fertig, sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen. 

  8. In einer separaten Pfanne etwas Butter mit Zucker schmelzen lassen. Brösel dazugeben und kurz karamellisieren lassen. Die Knödel darin schwenken, mit Vanillesoße servieren und genießen. 

Anmerkung

  1. Wir machen Fruchtknödel immer in großen Mengen - einzeln werden sie auf ein Holzbrett gelegt und dieses etwa 3 Stunden in die Gefriertruhe gestellt, danach lösen wir sie vom Brett und füllen die Knödel in einen Gefrierbeutel. So können die Knödel je nach Belieben aus der Truhe genommen werden und in Salzwasser gekocht werden. Man hat das ganze Jahr etwas davon und ist nicht von Jahreszeit und Saison abhängig. 🙂 

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Ich wünsche euch einen schönen Tag!
– Verena

PS.: Weitere Rezeptideen aus unserer Reihe #OmasKlassiker findet ihr hier.

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